Es wird immer schlimmer. Bei mir kamen zuletzt weit über 100 Spam-Mails pro Tag an. Selbst der recht gute Filter von Thunderbird hat viele Mails nicht ausfiltern können. Ich habe mich aus diesem Grund nach weiteren Möglichkeiten umgesehen und bin dabei auf das “Greylisting” gestoßen. Ein recht einfaches aber - zumindest im Moment - effektives Verfahren. Die ankommenden Mails werden dabei zunächst abgewiesen und in eine “graue Liste” - deshalb der Name - eingetragen. Dieses Verhalten ist nach Maildefinition absolut legitim, da es selbstverständlich vorkommen kann, dass ein Maildienst für einige Zeit nicht erreichbar ist. Das heißt, das Verfahren “baut” auf den zweiten Zustellversuch. Eine Mail wird also erst nach einer gewissen Verzögerungszeit (zwischen 5 und 30 Minuten) angenommen. Und genau dieser zweite Zustellversuch wird von den allermeisten Spam-Versendern NICHT gemacht, da er einen sehr erheblichen Aufwand an Resourcen benötigen würde.
Nachteil des Verfahrens ist natürlich die Verzögerungszeit von bis zu 30 Minuten und die Tatsache, dass ein eigener Mailserver vorhanden sein muß, in den eingegriffen wird.
Ich habe z.B. die Implementierung von Emmanuel Dreyfus im Einsatz und bin damit bis jetzt recht zufrieden.
Von den vorher gut 100 Spam-Mails pro Tag bleiben hier dann etwa 1-2 über. Damit kann ich erst mal leben und hoffe, dass die Spammer nicht “aufrüsten”.
Auf Greylisting.Org findet sich noch weitere Info (englisch) zum Thema und eine Liste aktueller Implementierungen für die einzelnen Systeme.
